Nach dem Beben ist vor dem Beben

Mir geht es weiterhin gut. Die Nachbeben haben noch nicht aufgehört. Zum Einschlafen ein Erdbeben ist eigentlich immer drin.

Jae, Markus, Nico und ich habe uns 5 Tage lang eine Auszeit von Christchurch genommen und sind ein bisschen auf der Südinsel rumgereist. Das Wetter war nicht so berauschend. Eher im Gegenteil. Es war so stürmisch, dass mein Zelt sich in Einzelteile zerlegt hat.

Auf unserer Reise waren wir beim Mt. Cook, am Strand von Timaru und bei den Hamner Springs. Eine willkommene Abwechslung zu dem elendigen Warten.

Wie es hier jetzt weiter geht: Da das Kinderheim nach den weiteren Nachbeben noch gefährderter ist, wird da so schnell nichts mehr drin passieren. Ich glaube, dass ein Abriss am wahrscheinlichsten ist. Aber was genau geschieht, steht noch nicht fest.

Cholmondeley wird jetzt aber erstmal nach Living Springs „ziehen“. Wir haben hier ein paar der Häuser zur Verfügung. In ungefähr zwei Wochen sollen dann die ersten Kinder wieder kommen. Ich freue mich darauf endlich wieder ein bisschen Alltag in mein Leben zu kriegen.

Wir Freiwilligen leben ebenfalls jetzt hier in einem der Häuser. Ich habe nicht gedacht, dass es nach dem Erdbeben von der recht guten Wohnung im Kinderheim noch einen Aufstieg geben kann. Allerdings teile ich mir jetzt ein Appartement mit Jae und kein Zimmer. Ich habe jetzt wieder ein eigenes Zimmer. Ne tolle Sache!

Das war es dann auch schon wieder…

Schöne Grüße

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Erdbeben

Der Morgen des 22. Februar beginnt für mich ganz entspannt. Es ist mein Planungstag, heißt: Mein Team und ich planen die nächsten Aktivitäten für die kommenden drei Wochen. Das ganze haben wir schnell erledigt, sodass ich meinen nächsten Job für den heutigen Tag angehe. Auf zum Baumarkt um Sachen für das Trampolin zu holen.

Es ist kurz vor 1 zur Mittagszeit als ich auf dem Highway unterwegs bin. Plötzlich beginnt sich das Lenkrad wie von Geisterhand von links nach rechts zu bewegen. Ich bin besorgt, dass etwas mit den Reifen nicht stimmt, da es nach mehreren Sekunden immer noch nicht aufhört. Ich fahre links ran, um zu gucken was los ist, doch plötzlich ist alles wieder okay. Auf dem Weg zum Baumarkt passiert es noch ein paar Mal. Irgendwie ist alles ein bisschen komisch. Keine der Ampeln funktioniert und die Leute auf der Straße sehen unbeholfen aus.

Vor dem Baumarkt kommt mir bereits ein Mitarbeiter entgegen und sagt, dass ich hier jetzt nicht bedient werden könne. Der ganze Boden ist mit Waren übersäht. Erst da fällt es mir dann richtig auf. DAS WAR EIN ERDBEBEN!

Ein Erdbeben der Stärke 6,3. Nicht ganz so stark wie das im September, dafür aber viel schlimmere Ausmaße.

Im Radio höre ich auf allen Sendern nur noch etwas über das Beben. Das Epizentrum befindet sich nur 5 km unter der Erdoberfläche von Lyttelton…LYTTELTON? Das ist genau die Stadt, die ich aus meinem Fenster sehen kann. Mein erster Gedanke: Zurück nach Cholmondeley.

Der Weg zurück ist unwirklich. Ampeln funktionieren nicht, Menschen laufen mit unfassbaren Gesichtern durch die Straßen, Tankstellen und Läden geschlossen, Straßen aufgerissen, Wasser kommt aus dem Boden und überall liegen Steine auf den Gehwegen. Das absolute Chaos!

Von Christchurch nach Lyttelton gibt es zwei Wege. Durch den Tunnel oder über den Berg. Ich entscheide mich für den Bergpass doch schon nach den ersten Kurven wird mir klar, dass das nicht ganz ungefährlich ist. Riesige Felsen liegen auf der Straße. Ich habe richtig Schiss, dass bei einem Nachbeben weitere Felsen den Berg runterrollen und mich einfach wegfegen.

 

Zurück beim Kinderheim stehen viele der Mitarbeiter draußen und ich werde mit den Worten begrüßt: „Welcome to Christchurch!“

Die Kids waren zum Zeitpunkt des Bebens gerade mit den anderen Mitarbeitern am Essen. Den Kleinen ist die Angst ins Gesicht geschrieben. Alle haben sich in einem Raum gesammelt und wir versuchen sie abzulenken mit Spielen, Singen, Reden,…BUUUUUM! Ein weiteres heftiges Nachbeben. Alle Kids springen unter die Tische. Es wackelt. Es ist laut. Alles scheppert. Im Augenwinkel sehe ich wie die Lampe von der Decke fällt. Ich versuche sie aufzufangen…geordnet aber zügig rennen wir raus. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich die Lampe auf den Kopf gekriegt habe. Drinnen habe ich das gar nicht gemerkt, weil ich völlig perplex war von dem, was gerade abgeht.

Den Abend und die Nacht verbringen wir in der Schule direkt neben dem Kinderheim. Im Gegensatz zum Heim hat die Schule nämlich so gut wie gar nichts abgekriegt. Wir tragen alle Matratzen vom Heim zur Schule und dort grillen wir abends.

Danach fahre ich mit einem der Mitarbeiter in die Stadt, um zwei der Kids nach Hause zu den Eltern zu bringen. Straßen aufgerissen und überall Schlamm in den Straßen.

Die Nacht ist nicht erholsam. Bei jedem weitern Nachbeben schreien die Kids auf. Manche weinen. Auch mir ist bei jedem Rütteln wieder unwohl. Ich weiß, dass nichts passieren kann, da die Schule erdbebensicher gebaut ist, aber es ist so ein komisches Gefühl. Ich werde von einigen der Mädels gefragt, ob ich nicht bei ihnen am Bett bleiben kann. Mir ist das ganz recht, da ich eh nicht wirklich in der Lage bin zu schlafen. Sobald es wieder bebt, sitzen einige der Kinder kerzengerade im Bett und haben die Augen weit aufgerissen. Sie packen meinen Arm und wollen nicht mehr loslassen. Doch nach einigen Stunden lege ich mich dann auch ins Bett. Ich wache bei jedem größeren Nachbeben auf. Viel Schlaf gibt es nicht.

Es ist nicht cool, aber faszinierend, wie stark so ein Beben ist. Das Gefühl ist etwas ganz einzigartiges und lässt sich nicht beschreiben. Aber das Geräusch und was durch das Beben passiert, ist schrecklich. Es ist so unwirklich und ironisch, wenn man in die Bucht guckt. Alles wirkt friedlich und doch von der einen auf die andere Sekunde, kann die Erde sich so unbeeinflussbar in Szene setzen. Und man kann NICHTS machen!

Am nächsten Tag werden die anderen Kids zu ihren Eltern gebracht. Ich bin ganz ehrlich froh mich endlich nicht mehr um die Kinder kümmern zu müssen, denn ich war selber ziemlich mitgenommen. Mein erstes heftiges Beben und dann gleich eins bei dem so viele Menschen ums Leben kommen und so viel zerstört ist. Neuseeland hat das erste Mal in der Geschichte den „nationalen Notstand“ (oder so in etwa) ausgerufen.

 

Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Wir müssen also erstmal woanders hin. Einmal rein ins Haus. Das Bild was sich mir bietet ist nicht schön. Risse überall, der Putz ist von den Wänden gekommen. Die Küche sieht aus als ob jemand im Supermarkt in eine Dosenpyramide gefahren ist und der Rest der Wohnung wie nach einem Einbruch. Ich packe meine sieben Sachen und wir nehmen alles Essbare aus dem Kühlschrank mit. Elektrizität und trinkbares Wasser: Fehlanzeige.

 

Wir fahren nach Living Springs. Das Camp ist nur ein paar Kilometer von uns entfernt, aber dafür sieht es hier aus wie in einer sicheren Festung. Nur wenige Risse in den Wänden. Strom gibt es hier zwar ebenfalls nicht, dafür aber ein wenig Wasser und einen Generator für die nötigsten Sachen.

Nach ein paar Stunden Schlaf sehe ich zum ersten Mal Bilder der Innenstadt von Christchurch und von Lyttelton. Schreckliche Bilder. So viel Leid und Tragik!

Am nächsten Tag räumen wir erstmal hier in Living Springs auf. Um 11 Uhr… BÄM: Strom! Nach 2 Tagen Dunkelheit endlich wieder Licht.

Da es uns hier im Vergleich zu manch anderen in Christchurch ziemlich gut geht und wir Jungs im besten Alter sind, ziehen wir mit Schaufeln und Schubkarren los Richtung Zentrum. Irgendwo wird unsere Hilfe bestimmt gebraucht. Und das wird sie! Wir buddeln bei einer Stelle einen Graben, damit das Wasser in die Straße läuft. Bei einer anderen Stelle schaufeln wir einen Garten frei, in dem der ganze Sand, Dreck und Abwassermist aus den geplatzten Rohren an die Oberfläche gespült worden ist. Das klingt nicht nach viel, aber da so viel zerstört wurde, addiert sich jede kleine Hilfe, damit es den Menschen in Christchurch wieder besser geht.

Wie es jetzt für mich weitergeht…ich habe ganz ehrlich keine Ahnung. Der Statiker war heute im Kinderheim und sagte, dass das Heim so nicht in der Funktion bleiben kann. Was genau gemacht wird steht nicht fest. Nur reparieren, abreißen und neu bauen oder vielleicht einen neuen Ort für das Projekt finden. Das sind alles Optionen. Sollte ich nicht in das Heim zurückkönnen gibt es auch noch die Möglichkeit das Projekt zu wechseln zum Beispiel auf die Nordinsel. Eigentlich will ich aber hier bleiben und nicht flüchten. Von so einem dämlichen Beben will ich mir mein Jahr nicht versauen lassen. Außerdem würde ich dem Projekt gerne beim Wiederaufbau helfen. Das sind aber alles nur Möglichkeiten. Alles hängt ein bisschen in der Luft und das Einzige was ich im Moment eigentlich machen kann ist Warten.

Es ist so ein großer Unterschied zu der Zeit im September, als ich noch auf Great Barrier Island war. Da konnte ich mir absolut nicht vorstellen was genau in Christchurch und Umgebung abgeht. Doch jetzt bin ich mittendrin statt nur dabei. Es ist kein wunderbares Erlebnis, aber es ist eines, definitiv.

Übrigens waren die Beben am 22. nicht die einzigen. Jeden Tag gibt es zahlreiche große Nachbeben jeder Stärke. 3,2, 4,4, …alles dabei. Hier mal ein Überblick über die letzten:

http://www.geonet.org.nz/earthquake/quakes/recent_quakes.html

Sobald ich etwas Neues weiß, werde ich mich melden.

Allen in Otti wünsche ich jetzt aber erstmal ein geniales Karnevalswochenende! Feiert schön. An alle, die sich Sorgen machen: Lasst das erstmal sein. Mir gehts gut.

Bis dann,

der durchgeschüttelte Flo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Cholmondeley

Seit knapp drei Wochen bin ich nun schon in meinem neuen Projekt und es gefällt mir richtig gut. Bis zum Ende meiner Zeit in Neuseeland werde ich hier arbeiten und danach nach Deutschland zurückkommen.

Ich arbeite jetzt in dem Kinderheim „Cholmondeley Childrens Home“. Cholmondeley (gesprochen: „Tschomli“) unterstützt Familien, wenn diese sich in schwierigen Phasen befinden. Die Kinder kommen dann hier hin und kriegen eine Auszeit von zu Hause. Dabei handelt es sich um ein paar Tage bis zu zwei Wochen. Normalerweise werden Kinder im Alter von 3-12 Jahren betreut, es kann aber immer Ausnahmen geben in Notfällen.

Die Probleme können dabei ganz verschiedener Art sein: Finanzielle oder Gesundheitliche Schwierigkeiten, schwere Krankheiten, Drogenmissbrauch und -abhängigkeit oder auch Todesfälle.

Der Service läuft überwiegend über Spenden. Neben uns Freiwilligen arbeiten hier noch viele andere Leute als Betreuer, Sozialarbeiter, Psychologen und Lehrer.

Hier in Cholmondeley wird dafür gesorgt, dass die Kids in einem sicheren Umfeld leben, einen strukturierten Tagesablauf haben, ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden und die Zeit mit Aktivitäten gefüllt ist.

Ich wohne zusammen mit den anderen Freiwilligen Markus aus Deutschland, Nathan aus Frankreich und Jae aus Korea in einer kleinen Wohnung direkt im Heim. Noch habe ich mein eigenes Zimmer, werde aber bald mit Jae eins teilen, da ein weiterer Freiwilliger kommt.

Die Lage des Projekts ist genial. Aus dem Wohnzimmerfenster hat man einen wunderbaren Ausblick auf Governors Bay. In 25 Minuten ist man direkt in der Innenstadt von Christchurch. Da wir die Vans vom Projekt benutzen können ist das natürlich eine gute Gelegenheit mal wieder unter Leute zu kommen.

Wir arbeiten hier in Schichten. 6:30 – 15:00 / 14:30 – 23:00 / 22:30 – 7:00

Ich arbeite allerdings nur in den ersten beiden. Es gibt einen 3-Wochenplan für die Schichten, sodass ich leider nur noch jedes dritte Wochenende frei habe, dafür aber in der Woche immer mal wieder einen Tag.

Nach einer Einführungswoche arbeite ich jetzt zusammen mit Hugh, Chris, Tima und Jae in einem Team. Ich verstehe mich super mit allen. Einmal in den drei Wochen gibt es einen Planungstag in dem alle Aktivitäten für die nächsten drei Wochen abgesprochen werden. Das tolle ist, dass wir Freiwilligen gerne unsere eigenen Ideen einbringen können und das auch sollen.

Bilder von der Arbeit darf ich leider nicht online stellen, aber hier sind mal zwei

Sobald ich was Neues zu berichten haben, werde ich mich wieder melden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Die Reisezeit

Hallo meine treue und verehrte Leserschaft!

Ich bin angekommen in meinem neuen Projekt. Dazu später. Erstmal gibt es jetzt ein paar Zeilen und Fotos über die Zeit vom 16. Dezember bis Ende Januar. Ich war nämlich über einen Monat lang auf Achse und habe viel erlebt: Atemberaubende Aussichten, nette Leute kennen gelernt, aufregende Aktionen und einmalige Erfahrungen. Es ist zu viel passiert, um über alles berichten zu können. Es ist kein Tag vergangen über den ich nicht stundenlang erzählen könnte. Ich versuche mich aber kurz zu halten und das wichtigste einzubringen.

Wíe bereits in meinem kurzen Bericht während der Reisezeit gesagt, verabschiedete mich Great Barrier Island am 16. Dezember mit Tränen.

Mein erstes Ziel sollte Cape Reinga sein, der nordwestlichste Punkt der Nordinsel. Ich habe vorher oft gehört, das dieser Ort was magisches haben soll und man sich fühlt wie am Ende der Welt: Vor sich nur Wasser und hinter einem der Rest des Welt. Pustekuchen, nichts dergleichen. Es war verdammt nebelig und das einzige was ich sehen konnte, waren die ganzen Touristen um den Leuchtturm herum.

Die Tour im Northland führte mich auch zum Touristenziel Ninety Mile Beach. Der ist eigentlich keine 90 Meilen lang, dafür aber im Straßennetz von Neuseeland eingezeichnet. Höchstgeschwindigkeit 100 Stundenkilometer. Nachdem ich dann auf einem etwas zu klein geratenem Surfboard eine 80 Meter hohe Sanddüne runtergerast bin und der Touribus am Strand hielt zum Muscheln sammeln, wurde mir plötzlich klar, was Great Barrier Island so besonders macht. An diesem kleinen Strandabschnitt waren um die 100 Touristen. Nach meiner Zeit auf der Insel habe ich mich echt verloren gefühlt in dieser großen Menschenmasse und nach den endlosen Stränden ohne eine Menschenseele zurückgesehnt.

Nach einer Jetboottour, bei der ich mit knapp 80 Sachen über die raue See gepeitscht bin, war meine Northlandtour vorbei und ich wurde von Thomas, meinem Reisekameraden für die nächste Zeit; aufgegabelt. Nun waren wir also zu dritt: Thomas, Ich und das Auto! Ein tolles Team!

Ein kurzer Abstecher nach Coromandel, wo wir die üblichen Touristenziele Cathedral Cove und Hot Water Beach abgeklappert haben, stand auf dem Programm, bevor es dann nach Tauranga ging.

Cathedral Cove

Ein paar Tage haben wir dann dort verbracht und uns auf die bevorstehnde Zeit vorbereitet. Essen eingekauft, Sachen gepackt und das Auto beladen.

Und plötzlich stand Weihnachten vor der Tür. Kein Schnee und kein Weihnachtsbaum, ganz im Gegenteil. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und statt den Christbaum zu schmücken konnte ich am Strand liegen. Heiligabend verbrachte ich in Gisborne mit anderen ICYE-Freiwilligen und Leuten, die ich bis dahin noch nicht kannte. Es war definitiv ein anderes Fest und nichts im Vergleich zum heimischen, aber dennoch es ein netter Abend.

Den nächsten Tag hatten Thomas und ich uns in Wellington bei Brian einquartiert per couchsurfing. Couchsurfing ist ne super Sache. Eine Internetcommunity in der man nach Leuten suchen kann, die einen Platz zum Schlafen zur Verfügung stellen können. Im Gegenzug können andere auch bei einem übernachten. Eine tolle Gelegenheit also, um neue Leute kennen zu lernen, fern vom Tourileben in den Alltag von Kiwis zu schauen und natürlich auch: Geld zu sparen. Diese Idee hatten aber nicht nur wir und da Brian einer der gastfreundlichsten Menschen ist, den ich je getroffen habe, hatte er nicht nur Thomas und mich an diesem Feiertag eingeladen, sondern noch vier weitere Deutsche, einen Belgier und eine Tschechin. Es war also ein internationaler Weihnachtstag. (Und wie klein Neuseeland dann doch ist: Den Belgier und die Tschechin seh ich momentan immer in der Innenstadt als Straßenmusikanten…)

Am nächsten Tag setzte ich dann das erste mal einen Fuß auf die Südinsel Neuseelands. Hier begann der Abenteuertip dann eigentlich erst richtig. Das Auto und das Zelt wurden zur Unterkunft der nächsten Wochen und den Herd tauschten wir gegen einen kleinen Gaskocher. Die Karre wurde umfunktioniert zu vielen Sachen: Bett, Schrank, Esszimmer, Wohnzimmer, Abstellkammer… Die erste Nacht im Auto war ziemlich unbequem, aber nachdem ich erstmal den Dreh raushatte, wie man sich wo hinlegt…nicht ganz schlecht.

Unter anderem bei einer Wanderung im Abel Tasman National Park und auch in Kaikoura habe ich das erste Mal in meinem Leben Seelöwen in freier Wildbahn gesehen. Nach dem Schwimmen mit Delfinen auf Great Barrier Island war das wieder ein feines Erlebnis.

Da das Wetter immer noch mies war, wurden wir dann mit diesem Bild konfrontiert…

…nach heftigen Regenfällen hat es einfach mal eben die Straße weggespült. Und das sollte für die Tour nicht das letzte mal gewesen sein, dass ich mit so einem Wetter beglückt wurde. Ein weiteres Mal kamen die Scheibenwischer nicht mehr gegen den Regen an. Es hat gegossen wie nie und die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz.

Trotzdem will ich mich über das Wetter nicht beklagen, denn da hatte ich echt Glück. Für all meine Aktivitäten hatte ich immer astreines Wetter, außer für die Raftingtour, aber da wurde ich eh nass. Und Sonnenuntergänge waren auch wunderschöne dabei.

Silvester habe ich in Christchurch verbracht, der Stadt in der ich jetzt das nächste halbe Jahr verbringe. Auf dem Cathedral Square, quasi dem Mittelpunkt der Stadt, gab es ein großes Konzert mit drei klasse Bands. Das Feuerwerk fand ich für eine große Stadt wie Christchurch zwar eher mager, aber dennoch war es eine gelungene Nacht, die 2011 einläutete. Übrigens habe ich eine SMS in das letzte Jahrzehnt verschickt. Zurück in die Zukunft…oder so!

Den Highway runter passierten Thomas und ich Dunedin und Invercargill um dann am südlichsten Punkt der Südinsel zu landen – Bluff. Südlicher liegt nur noch Stewart Island, Neuseelands drittgrößte Insel. Danach kommt schon Great Barrier 😉

Auf dem Weg sind wir immer mal wieder angehalten um die genialen Aussichten zu genießen oder einfach am Strand/See zu relaxxen.

Auch mein Geburtstag war im Reisemonat. Ja, 20 bin ich nun. Die 1 vorne ist weg und ich gehe auf die dreißig zu 😉 Danke für die Glückwünsche an dieser Stelle 🙂

Als Geschenk habe ich mir selber eine Tour auf dem Doubtfulsound gegönnt. Es hat mich ein wenig an den Urlaub in Norwegen erinnert.

Dann kam die wohl beste Aktion der ganzen Zeit Fallschirmspringen. Es war der absolute Wahnsinn. Seit langem wollte ich das schon gemacht haben und nun war die Zeit gekommen. Die Vorfreude war groß und die Aufregung überaschenderweise nicht vorhanden. Da saß ich nun also im Flugzeug auf dem Weg nach oben. Der Blick aus dem Fenster war atemberaubend. Lake Wanaka war zu sehen und im Hintergrund die mit Schnee bedeckten Berge, bei purem Sonnenschein. Dann gings auch ganz fix. Ich wurde an meinen Sprungpartner Sepp (Name von Redaktion geändert, leider vergessen :))geschnallt, Maske auf, Mütze auf, Luke öffnen…da ist es wieder das Gefühl. Nur beim Schreiben kommt das Kribbeln im Bauch schon wieder. UND AB DAFÜR!

Mit 200 Sachen der Erde entgegen. Was habe ich da gedacht? Keine Ahnung! Es war einfach nur geil. Es kam mir nicht so vor als ob ich der Erdoberfläche entgegen rase, sondern eher als ob ich in ein Gemälde springe. In den ersten Augenblicken war ich einfach überwältigt von dem genialen Gefühl und erst nach ein paar Sekunden konnte ich den Ausblick diesmal ohne Sitz unterm Hintern und einem dreckigen Fenster vor den Augen genießen. Ich hätte ewig fallen können doch … ZUUUM – die Leine wurde gezogen und der Fallschirm öffnete sich. Mit ein paar Drehungen und Kurven lenkte mich Sepp sicher dem Erdboden entgegen. Ein geiles Erlebnis und ich hoffe es war nicht das letzte mal, dass ich mich aus einem Flugzeug gestürzt habe!

Die letzte größere Aktion war dann die Gletschertour auf dem Fox Glacier. Eine 6 Stunden Wanderung auf Eis. Mal etwas komplett anderes. Bei knallender Sonne auf kaltem Eis laufen. Komisch, aber tiptop!

Auf dem Weg zurück auf die Nordinsel zum Mid Year Camp haben wir natürlich auch die meisten Touristenstellen mitgenommen. Pancake Rocks, Boulders,…

Auch Kultur durfte nicht fehlen. Viele der Museen in Christchurch, Wellington und Co. wurden daher auch abgeklappert. Und auch das neuseeländische Parlamentsgebäude bestaunte ich von außen und innen.

Eines der ersten Sachen, wenn man an Neuseeland denkt: Herr der Ringe. Ein paar der Schauplätze habe ich auch unter die Lupe genommen. Unter anderem war ich im Hobbitdorf. Fotos darf ich leider keine online stellen, aber es war schon echt beeindruckend. Das Hobbitdorf war aber der einzige Platz, wo man erkennen kann, dass dieser Ort wirklich im Film gezeigt wird. Die anderen sind so krass animiert, dass man es kaum glauben kann.

Auch allerlei anderer kleiner Aktionen und Attraktionen haben die Zeit zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht: Surfen in Tauranga, Puzzling World, Speights-Brauereitour, Hochseilgarten, Casino, steilste Straße der Welt, Schokoladenfabriktour, und und und…

Auf der Nordinsel war ich dann kurz beim Mid Year Camp und bin dann auch schon wieder mit Jae, Nathan, HC, Jannis und Mo in 2 Autos Richtung Südinsel gefahren, eine Nacht in Wellington bei Brian verbracht, mit der Fähre übergesetzt und dann nach Christchurch zu unseren neuen Projekten gejuckelt.

Es war eine ereignisreiche Zeit. Um die 7500km bin ich in den paar Wochen durch Neuseeland gereist. Dabei fuhr ich auch durch Orte mit wohlklingenden Namen wie zum Beispiel Tutukaka, Katikati oder auch Bethlehem. Ich kenne Neuseeland jetzt vermutlich besser als Deutschland, bin aber froh endlich den Autositz gegen ein Zimmer eingetauscht zu haben. Reisen ist und bleibt anstrengend.

Mit diesen Leuten war ich die meiste Zeit unterwegs. Von links nach rechts: Mo, Jannis, Ich, Thomas.

Ein fettes Dankeschön an die coole Zeit. Auch an Yannick und Andy und alle, die meine Reisezeit zu dem gemacht haben, was es war: Fantastisch!

Auf bald, bis Wiedersehen!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Mal ne kurze Nachricht

Erstmal allen ein frohes neues Jahr und frohe Weihnachten gehabt zu haben. Ich war schon auf meiner Reise und da war das alles nicht so einfach…

Orama ade und rein in den Reisemonat. Da bin ich nun also auf meinem Roadtrip. Momentan bin ich wieder in Wellington bei Brian (couchsurfing) und habe mir gedacht ich lasse Euch mal was von mir hoeren.

Seit dem 16. Dezember bin ich nun unterwegs. Great Barrier verabschiedete sich mit einem regnerischen Tag. Die Traenen, weil der Flo die Insel verlaesst. Der Abscheid fiel mir nicht so schwer wie ich gedacht hatte, was vermutlich auch daran lag, dass ich genau wusste, ich sehe zumindest Jae, Jorge, Jannis, Mo und Cindi in spaetestens einem Monat wieder. Ich wusste aber genau und weiss es immer noch, dass kein Projekt so sein kann wie Orama. Das Inselleben ist einfach ein Unikat. Viele Dinge, die normalerweise so einfach sind, muessen gut durchdacht werden, das ganze Zusammenleben laeuft ziemlich relaxxt ab und sowieso, GBI ist GBI. Ich werde die Zeit auf jeden Fall vermissen, das steht fest.

Von meiner Reise erstmal nur so viel: Es ist schon ne geile Zeit und ich habe echt viel erlebt. Neue Eindruecke, geile Aussichten, nette Leute, abenteuerliche Aktionen und einmalige Erinnerungen. Allerdings muss ich auch sagen ich freue mich wieder einen festen Platz auf Zeit zu haben und in die Arbeit zu starten. Was genau alles abging werde ich euch dann aus meinem neuen Projekt berichten.

Mein neues Projekt ist uebrigens suedlich von Christchurch. Cholmondeley Childrens Home heisst es. Dort werde ich mit Kindern arbeiten die in ihrer Familie Probleme mit Gewalt, Drogen, Alkohol und/oder Armut haben. (Internetseite: http://www.cholmondeley.org.nz)

Mit mir zusammen werden noch weitere ICYE-Volunteers dort arbeiten. Das sind Markus GER, Nathan FRA, Jae aus Korea, der mit mir auch schon in Orama zusammen gelebt hat und vermutlich ein weiterer Freiwilliger. Wir werden in unserer eigenen kleinen Wohnung ueber dem Kinderheim leben. Wie genau meine Arbeit, der Umgang mit den Kids und das ganze Leben dort aussieht werde ich auch spaeter berichten, weil ich momentan nur spekulieren kann. Ich war gestern fuer ein paar Stunden da, wurde rumgefuehrt und habe ebenfalls einiges von den ehemaligen Freiwilligen gehoert. Aber es soll ein paar Aenderungen geben…abwarten und Tee trinken. Ich werde das Ding schon schaukeln.

Im Vergleich zu Orama wird es natuerlich ein krasser Wechsel. Rasen maehen, Toiletten putzen und die Werkstatt aufraeumen werden durch die Arbeit mit den Kids ausgetauscht. 8 Stunden Strom werden zu 24 Stunden, ein bisschen Warmwasser zu einer warmen Dusche wann immer man will (Erdbeben ausgenommen), Handyempfang direkt am Wasser oder auf dem Berg zu „wuhu ueberall“ und die einsame Insel GBI mit 800 Einwohnern zu – zumindest in der Naehe von – Christchurch mit 350000 Einwohnern. Neue Arbeit verbunden mit purem Luxus 🙂

Vom 21. – 23. Januar werde ich noch in Rotorua sein zum Mid Year Camp und dann wieder nach Christchurch aufbrechen.

Da ist dann auch die Halbzeit meines Freiwilligendienstes. Am 27. Juli um 13:35 Uhr deutscher Zeit werde ich in Duesseldorf am Flughafen ankommen und meinen Fuss wieder auf deutschen Grund und Boden setzen. Das wird ein historischer Moment…

Ein dreifach kraeftiges HELAU natuerlich nach Otti und besonders an die Karnevalsecke Horst! Ich hoffe die Arbeiten kommen gut vorran und der Umzug wird ein Kracher! Viel Spass dafuer!

So ist das alles. Ihr duerft Euch auf einen langen Bericht, viele Fotos und in einem halben Jahr auf den Flo freuen!

Kuesschen!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Nur noch zwei Wochen Insel…

Nun ist es auch schon wieder fast einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Kommt mir nicht so lange vor, da ich hier momentan echt wieder viel erlebe. Lege ich mal los:

Meinen Plan für den Reisemonat habe ich noch nicht geändert. Ist also auf dem alten Stand.

Die Liste mit den Projekten habe ich ausgefüllt mit meinen Wünschen zurück geschickt. Mal sehen wann die Entscheidung kommt und vor allem welches Projekt es dann wird…ich werde berichten!

Kurz nach meinem letzten Bericht hatten wir einen genialen Tag. Wir haben uns den Donnerstag frei genommen und sind mit dem Boot von OPC raus gefahren zum Tauchen. Wir Freiwilligen zusammen mit Hannes. Auf dem Rückweg haben wir noch bei Green Island gehalten, um mal eben von der Klippe zu springen 😉

Zurück in Orama hieß es dann schnell sein, da wir direkt wieder lso sind mit dem Boot, um unser Dinner auf dem Boot zu genießen. Mit den Nachbarn zusammen fuhren wir mit dem Boot in den Sonnenuntergang. Geiler Tag!

Zwei Tage später sind wir wieder tauchen gewesen. Hannes hat für uns ein Boot organisiert mit dem wir zu einem der besten Tauchplätze in Neuseeland gefahren sind. Es war gigantisch. Riesige Fischschwärme, Hummer, Aale, dicke, fette Fische, coole Muscheln und allerhand anderes Zeug. An diesem Tag habe ich auch meinen ersten Fisch mit einer Harpune erlegt. Das hat den Killerinstinkt in mir geweckt.

Auf dem Rückweg gab es dann eine weitere Neuheit für mich. Direkt in der Bay von Orama habe ich einen Hai gesehen. Einen Hammerhai um genau zu sein. Ich weiß nicht ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, dass ich mir trotzdem keine Gedanken mache, wenn ich ins Wasser gehe. Der Hai war zwar nur ca. 1,50 Meter lang, aber Mutter und Vater müssen ja auch irgendwo rumschwimmen.

Nele ist momentan hier und wird Orama morgen auch schon wieder verlassen. Auch Hanno und Verena waren für eine Woche hier, sind aber schon wieder weg. Ich habe es sehr genossen, ein Stück Heimat auf GBI zu haben. Wir haben viel erlebt. Segeln, Schnorcheln, einen Campingtrip, Fischen und anderes Zeug.

Unsere Aufgaben wurden auch wieder geändert. Jenni und Cindi, eine neue Freiwillige arbeiten in der Küche und Jorge ist zurück ins „normale“ Team. Ich arbeite jetzt nur noch in der Werkstatt. Die sieht übrigens so aus als ob seit 30 Jahren keiner mehr aufgeräumt hat. Und genau das ist mein Job jetzt. Das Ding auf Vordermann bringen. Da bin ich momentan auch richtig fleißig und kommen meinem Ziel – eine saubere Werkstatt – näher.

Nele hat die Wäscherei übernommen und den anderen somit einen der miesesten Jobs abgenommen.

Einer der geilsten Tag in der letzten Zeit war dann als wir mit Simon auf einen Segeltrip gegangen sind. Noch bevor wir aus der Bucht raus waren, schwammen Delfine neben unserem Boot her. Nach kurzer Zeit fingen sie dann an zu springen und zeigten Kunststücke der Extraklasse. Es war atemberaubend. Was macht man dann? Richtig: HINEIN INS WASSER. Also ab ins kühle Nass und schon konnte ich wieder mit Delfinen schwimmen. Es war eins der besten Erlebnisse, die ich in meiner Zeit in Neuseeland hatte. Egal in welche Richtung ich geguckt habe, überall waren Delfine. Links, rechts, unter mir und selbst über mir manchmal. Es gibt ein paar richtig gute Fotos, die ich in den nächsten Tagen hoch laden werde, Ihr dürfte gespannt sein.

Die letzen zwei Wochen sind angebrochen. Die Weihnachtszeit ebenfalls, aber davon fühle ich bei dem Wetter absolut gar nichts. Es ist Dezember und hier ist der pralle Sonnenschein. Fühlt sich komisch an und Weihnachtsstimmung kommt mal so gar nicht auf!

Das war es auch erstmal wieder von mir.

Grüße ins vermutlich verschneite Deutschland aus dem sonnigen Neuseeland,

der Flo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Ja, ich schon wieder ;)

Was gibt’s Neues? Gar nicht so viel. Aber wie gesagt, ich versuche mal mich öfter zu melden 😉

Ich bin momentan dabei meinen Reisemonat zu planen und am überlegen, wo es für mich im zweiten halben Jahr gehen soll. Auch wenn es für manche vielleicht verrückt klingen mag, aber ich überlege hier in Orama zu bleiben. Momentan steht es 50/50 für gehen und bleiben, würde ich sagen. An manchen Tagen genieße ich es hier so, dass ich denke ich MUSS hier bleiben. Dann gibt es wieder andere Tage an denen ich mir denke: Es war schön für ein paar Monate. Ich habe viel Neues erlebt und das Inselleben in vollen Zügen genossen. Jetzt ist aber Zeit für etwas mehr soziale Kontakte und ein – nennen wir es „normaleres“ – Leben. Es ist zwar echt cool, dass ich mich innerhalb von 5 Minuten im Wasser sein kann um zu Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen, Fischen, Kajak fahren oder sonst etwas zu machen. Andererseits fehlt einfach etwas wie ein Sportverein oder Nightlife. Ihr seht also, ich bin hin und her gerissen und ich weiß momentan echt noch nicht wo es für mich hingehen wird. Die Tage soll es eine neue Liste mit den Projekten geben, damit ich mich entscheiden kann. Ich hoffe, dass ich bis dahin eine etwas genauere Vorstellung habe.

Der Reisemonat: Ich werde Orama wahrscheinlich am 16. Dezember verlassen. Werde ich wiederkommen? – Ich weiß es nicht. Eine Woche werde ich dann noch auf der Nordinsel verbringen und mir Coromandel sowie Northland anschauen. Weihnachten werde ich nach jetzigem Stand mit Yannick, Andy und Thomas verbringen. Dann geht es für uns vier in zwei Autos los. Über Wellington auf die Südinsel. Auf der Liste stehen unter anderem Christchurch, Queenstown, Dunedin, einer der zwei großen Gletscher, Milford Sound und Fiordland. Silvester also möglicherweise in Christchurch? Wer weiß das jetzt schon… Außerdem habe ich vor mir ein paar Adrenalinkicks zu holen. Bungee und Fallschirmspringen sind nur zwei der Sachen, die ich gerne machen würde. Momentan ist das alles aber nur in meinem Kopf und es gibt noch nichts, was wirklich fix ist. Alles also noch ziemlich unklar. Aber nun gut – Kommt Zeit, kommt Rat. Hoffen wir´s!

Seit ein paar Tagen haben wir Verstärkung bekommen. Jenni aus Bremen ist als neue Freiwillige ins Team gestoßen. Sie wird zusammen mit Jorge in der Küche helfen.

Letztens ist dann das eingetreten, wovon Hannes immer nur erzählt hat, wenn es um Prioritäten bei der Arbeit geht. Und plötzlich gab es eine ganz wichtige Aufgabe. Also alles stehen und liegen lassen. Die Kühe sind durch den Zaun gebrochen. Drei der Viecher liefen also auf dem Gelände rum und wollten wieder eingefangen werden. Die Kühe hielten ganz Orama auf Trab. Den Hügel runter über die Wiese vor dem Hauptgebäude waren die Kühe kurz davor ein Bad im Ozean zu nehmen. Zusammen haben wir es dann geschafft die Tiere wieder in ihr zu Hause zu bringen. Lustig wars!

An einem Abend gab es hier ein spektakuläres Event: Schneckenrennen! Organisiert von der lokalen Okiwi School sollte dadurch Geld in die Schulkasse gespült werden. Jedes Kind brachte also eine Schnecke an den Start. Diese wurden auf einer Aktion an die Männer und Frauen gebracht. $900 brachte das Ganze ein. Verrückt! Besitzer und „Trainer“ der ersten drei Schnecken bekamen einen Anteil, der Rest ging an die Schule.

Momentan ist TV NZ hier. Was ist an der Gruppe so besonders? Eigentlich nichts, außer dass sie mehr bezahlen als normal. Heißt für uns: Es gibt ein paar Extras vorzubereiten. Auch wegen dieser Gruppe ist Jimbo wieder da. Der ehemalige Navykoch ist ein Profi in der Küche und ich habe mich auf seine Ankunft und speziell auf sein Essen gefreut. Ich profitiere also auch von der TV NZ-Gruppe. Neben einer Menge Arbeit gibt es also leckeres Essen.

Neue Fotos gibt es auch im Picasa-Album. Lade ich sofort hoch.

Ich werde mich jetzt wieder daran setzen meinen Reisemonat weiter in Form zu bringen.

Bis zum nächsten Mal, Euer Flo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar