Projekt

Cholmondeley

Ich arbeite jetzt in dem Kinderheim „Cholmondeley Childrens Home“. Cholmondeley (gesprochen: „Tschomli“) unterstützt Familien, wenn diese sich in schwierigen Phasen befinden. Die Kinder kommen dann hier hin und kriegen eine Auszeit von zu Hause. Dabei kann es sich um ein paar Tage handeln oder auch bis zu zwei Wochen. Normalerweise werden Kinder im Alter von 3-12 Jahren betreut, es kann aber immer Ausnahmen geben in Notfällen.

Die Probleme können dabei ganz verschiedener Art sein: Finanzielle oder Gesundheitliche Schwierigkeiten, schwere Krankheiten, Drogenmissbrauch und -abhängigkeit oder auch Todesfälle.

Der Service läuft überwiegend über Spenden. Neben uns Freiwilligen arbeiten hier noch viele andere Leute als Betreuer, Sozialarbeiter, Psychologen und Lehrer.

Hier in Cholmondeley wird dafür gesorgt, dass die Kids in einem sicheren Umfeld leben, einen strukturierten Tagesablauf haben, ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden und die Zeit mit Aktivitäten gefüllt ist.

Ich wohne zusammen mit den anderen Freiwilligen Markus aus Deutschland, Nathan aus Frankreich und Jae aus Korea in einer kleinen Wohnung direkt im Heim. Noch habe ich mein eigenes Zimmer, werde aber bald mit Jae eins teilen, da ein weiterer Freiwilliger kommt.

Die Lage des Projekts ist genial. Aus dem Wohnzimmerfenster hat man einen wunderbaren Ausblick auf Governors Bay. In 25 Minuten ist man direkt in der Innenstadt von Christchurch. Da wir die Vans vom Projekt benutzen können ist das natürlich eine gute Gelegenheit mal wieder unter Leute zu kommen.

Wir arbeiten hier in Schichten. 6:30 – 15:00 / 14:30 – 23:00 / 22:30 – 7:00

Ich arbeite allerdings nur in den ersten beiden. Es gibt einen 3-Wochenplan für die Schichten, sodass ich leider nur noch jedes dritte Wochenende frei habe, dafür aber in der Woche immer mal wieder einen Tag.

Orama

Mein Projekt ist Orama Christian Fellowship Trust und liegt in der Karaka Bay am nördlichen Ende von der Great Barrier Island. ( http://www.orama.org.nz )

Direkt im Camp ist OPC ansässig. OPC ist ein Projekt, das von Edmund Hillary ins Leben gerufen wurde. Dort können Leute sich in Sachen Abenteuer- und Outdooraktivitäten austoben und weiterbilden lassen. Dazu gehören zum Beispiel: Tauchen, Klettern, Kajak und Schnorcheln.

Für diese Aktivitäten kommen vor allem Schulgruppen nach Orama, die für eine Woche hier bleiben. Es gibt aber auch Leute/Gruppen, die für ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate hier bleiben.

Die Aufgabe für Orama ist, sich um die Gäste zu kümmern. Schlafgelegenheiten, Verpflegung und sonstige Wünsche.

Meine Aufgaben werden hier breit gefächert sein, da es im gesamten Camp viel zu tun gibt. Da wir hier momentan vier Freiwillige von ICYE sind, gibt es ein Rotationssystem, sodass wir immer in verschiedenen Bereichen zu tun haben. Zu den Aufgaben gehören: Kochen, Putzen, Waschen, Rasen mähen, Holz hacken (es gibt keine Heizung), Instandhaltung von allen möglichen Sachen usw. Jede Woche arbeitet einer von uns bei OPC mit. Für diese Arbeit können wir uns in unserer Freizeit alle Sachen, die OPC zur Verfügung stellt, umsonst ausleihen und uns so die freie Zeit vertreiben. Großartig!

Hier auf GBI und im Projekt gibt es einige Besonderheiten, die man so nicht gewohnt ist.
Auf der Insel gibt es eine einzige „Straße“, die nur auf einigen Abschnitten geteert ist. Sonst ist sie einfach nur plattgedrückter Schotter. Es gibt keine richtige Stromversorgung. Der Strom wird über zwei Generatoren erzeugt, die allerdings nicht die ganze Zeit laufen, da es zu teuer ist. Daher gibt es jeden Tag nur etwa acht Stunden Strom. Eine Taschenlampe ist also Pflichtinventar und alles was mit Strom zu tun hat, muss gut durchgeplant sein. Handyempfang gibt es nur an bestimmten Orten. TV-Empfang nur in zwei oder drei Häusern. Internet gibt es, ist aber beschränkt, da es einfach sehr teuer ist. Außerdem ist man schon von der Außenwelt abgeschottet. Abenteuer pur also!

Das hört sich alles ziemlich abgefahren an, man gewöhnt sich aber nach einer Zeit daran und auch ohne Fernseher lässt es sich gut leben, denn die Umgebung entschädigt für so einiges. Delfine in der Bucht mit denen man einfach schwimmen kann, großartige Ausblicke von den Hügeln um Orama, nette Leute, viele abenteuerliche Freizeitmöglichkeiten und eine unglaubliche Landschaft.

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